Brand Sägewerk

Es ist gegen 21 Uhr am Dienstagabend, als die Feuerwehr Haslach eine Brandmeldung per Notruf bekommt. Wohl hätte ein Spaziergänger eine Rauchbildung in dem alten Sägewerk in Haslach bemerkt und sofort an einem der umliegenden Häuser geklingelt. Als der Hausbesitzer die Tür öffnete, konnte man sogar schon Flammen erkennen, sodass auch umgehend die Feuerwehr alarmiert wurde. Als die Feuerwehr Haslach im Mühlengrün am Sägewerk ankam und auch sofort mit den Löscharbeiten begann, war da schon sofort klar, dass es sich hier um einen Großbrand handeln würde. So rief man auch die Einsatzkräfte aus der Umgebung im Kinzigtal zusammen, und appellierte um deren Hilfe. Schon beim Betreten der Einsatzstelle, war das Feuer so groß, dass es durch das Dach des Gebäudes durchgedrungen war und Flammen in die Höhe schossen. Deshalb brauchte man nicht nur die Hilfe aus den Nachbargemeinden und Ortsteilen, sondern forderte auch noch Hilfe aus dem Hamersbachtal an. So waren  insgesamt die Feuerwehren Haslach, Bollenbach, Schnellingen, Hausach, Steinach, Fischerbach und Zell im Einsatz. Ein Augenzeuge berichtete in der Facebook-Gruppe Haslach im Kinzigtal

und immer mehr Eisatzfahrzeuge kommen.. wie die da wohl überhaupt alle Platz haben?!?!

Und da hatte der Beobachter auch recht, denn es waren insgesamt 120 Helfer im Einsatz. Davon 85 Feuerwehrkräfte und der Rest DRK und THW zur Unterstützung. Also schon ein großer Brand im alten Sägewerk in Haslach im Kinzigtal, der jede Hilfe benötigt hatte. Denn das Feuer war nicht immer unter Kontrolle. Es bestand die Gefahr, dass das Feuer womöglich auf das Nachbargebäude der Firma Neumaier übergehen würde. “Das war die Priorität von Anfang an”, konnte uns ein Feuerwehrmann berichten. So riss man auch mit Absicht Teile des Sägewerks in Haslach ab um an sog. Glutnester heranzukommen und diese zu beseitigen. Auch anliegende Wohnhäuser waren kurzzeitig in Gefahr, so mussten Anwohner ihr ganzes Hab und Gut in ihrer Wohnung zurücklassen. Mitgenommen wurde nur das Wichtigste: Die Papiere und  etwas zum Anziehen, den Rest mussten sie zurücklassen, da der Brand urplötzlich ausbrach.

Brandursache im Sägewerk

Klar ist bisher, dass sich eine Unmenge an Rindenmulch, Hackschnitzel oder  Sägespäne in dem Sägewerk befunden haben muss. Das Sägewerk wer jedoch nicht mehr in Betrieb und die Holzrohstoffe wurden dort lediglich gelagert. Diese große Menge an Holz habe dazu geführt, dass sich das Feuer so schnell ausbreiten konnte. Augenzeugen verglichen es sogar mit einem großen Lagerfeuer, so makaber wie es sich auch anhört. Die Brandursache ist jedoch noch unklar. Sicher ist jedoch, dass schön öfters das Gebäude als Partyort genutzt wurde. So tranken immer wieder feierlustige Jugendliche dort im alten Sägewerk ihren Alkohol und rauchten ihre Zigaretten. Schon mehrfach musste die Polizei nach Aufruf des Besitzers dort bei “Partynächten” eingreifen und die Jugendlichen bitten das Gelände zu verlassen. Sicher ist aber, dass schon am 06.07.2008 die Feuerwehr in Haslach alarmiert wurde, da aus einer ungeklärten Ursache Rauch aus dem Rindenmuldenhaufen ausgetreten sei. Zu einem Brand kam es aber damals vor 3 Jahren jedoch nicht. Möglich wäre eben aber auch, dass das heiße Wetter für die Brandursache verantwortlich sein könnte. Es könnte sich durch die ständige Hitze der vergangenen Tage ein Gas unter dem Haufen mit Rindenmulch gebildet haben, dieses dann explodierte bzw. zu brennen begann. Weitere Meldungen zum Grund des Feuers und zur Brandursache folgen hier noch…

Brand in Haslach

Wie die Polizei mitteilte gab es insgesamt einen Schaden von mehreren 100.000 Euro. Zum Zeitpunkt des Brandes befanden sich vermutlich keine Personen in dem Gebäude, somit wird davon ausgegangen, dass zum Glück keine Personen zu Schaden gekommen sind. Die Polizei Haslach ermittelt jedoch noch und wird in der nächsten Zeit noch Spuren sichern. So soll auch geklärt werden, ob es sich womöglich um eine Brandstiftung gehandelt haben könnte. Die Flammen sind zwar auf das Nachbargebäude der Firma Neumaier übergegriffen, diese konnten jedoch schnell gelöscht werden. Zudem mussten einige Anwohner evakuiert werden.

Brand breitet sich über Facebook aus

Auch im Social-Network Facebook breitete sich der Brand wie ein richtiges Feuer aus. So war schon lange vor einer Pressemeldung etwas auf der Social-Media-Plattform zu lesen. Viele Menschen aus Haslach im Kinzigtal wunderten sich über den starken schwarzen Rauch, der in den Himmel strömte und gingen deshalb auf Facebook um dort genaueres zu lesen. Schon beim Eintreffen der Feuerwehr konnte man so schon eine Brandmeldung auf der Gruppe Haslach im Kinzigtal (www.facebook.com/haslach.im.kinzigtal) lesen. Dort trugen viele Bürger von Haslach etwas zu der Berichterstattung bei und schrieben und kommentierten immer dann, wenn sie etwas neues über den Brand wussten. So konnte man die Facebook-Gruppe schon mit einem Art Newsticker vergleichen, der einem immer auf dem neusten Stand hielt. Viele Leser äußerten sich auch erschrocken und traurig dazu. Ebenfalls konnte man nur Minuten später schon erste Fotos auf Facebook anschauen und somit die großen Ausmaße des Brandes feststellen. Viele Nutzer waren zudem direkt vor Ort und berichteten immer wieder mit ihrem Smartphone auf der Social Plattform, wenn wieder neue Einsatzfahrzeuge eingetroffen waren. Man sieht also schon wie wichtig heute das Internet ist und wie schnell sich dadurch eine Brandmeldung ausbreiten kann.

Aktuelle Bilder gibt es übrigens auf: Regionews-OG

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