Schnellingen

Der haslacher Ortsteil Schnellingen gehört seit 1939 zu Haslach im Kinzigtal. Zur zeit hat es um die 300 Einwohner. Der Nachbarort Bollenbach kam dann 1972 dazu. Schon früher war Schnellingen eine Gemeinde mit hohen finanziellen Mitteln, diese sie der ehemals ansässigen Zündholzfabrik zu verdanken hatte.

Der Ortsname Schnellingen gehört somit zu den Orten und gemeinden, die mit einem -ingen enden. Laut Historikern wurden diese Städte von den Alemannen gegründet. Somit wäre der Ortsteil von Haslach eine große Ausnahme im Kinzigtal. Die Fischerei hatte im Mittelalter eine große Rolle gespielt. Besonders die Lachsjagd war damals sehr erfolgreich. Somit findet man auf dem Wappen von Schnellingen-Haslach ein blauer Fisch auf gelbem Hintergrund. Unterhalb kann man zwei gekreuzte Lachsstechen erkennen. Das alte Wappen kann man heute noch an der Trotte bestaunen.

Die Burg Schnellingen

Zum ersten mal wurde die Burg 1324 urkundlich erwähnt. Sie soll angeblich auf dem Gebiet des Hausgartens des Landwirts Rudolf Pfaff auf dem Schlossberg gestanden haben. Heute kann man davon leider keine Überreste bzw. genau Beweise finden. Die Familie der Ritter von Schnellingen war sehr groß, so gehörten die Herren von Gippichen und den Stoll von Staufenberg auch hinzu und hatten Anteil an der Burg. Zu dieser Zeit hatte das Nachbardorf von Haslach ungefähr 50 bis 60 Einwohner. Dementsprechend waren auch die Bauernhöfe klein gehalten. An den Hängen wurde Wein angepflanzt und auf dem Feld waren viele Obstbäume zu finden. So gab und gibt es heute noch eine Obstpresse, die im Volksmund Trotte genannt wird. Sie steht in der Mitte von Schnellingen. Einmal im Jahr findet dort das Trotte-Fest der Landjugend statt.

Schnellingen Schnellingen

Schnellingen

Gasthaus und Hotel Blume

Das Hotel zur Blume in Schnellingen ist wohl eines der Besonderheiten und Herzstücke von dem Ortsteil von Haslach. Wann die Wirtschaft zuerst genannt wurde lässt sich jedoch nicht feststellen. Heute jedoch steht es für eines der besten Hotels im Kinzigtal. Vorallem Geschäftsleute, die eine Geschäftsreise in die Ortenau machen, nutzen die Gelegenheit und übernachten dort in Schnellingen. Seit kurzem gibt es auch einen Wellness-Bereich, bei dem man sich von der stressigen Arbeit schön entspannen kann. Aber auch das eigene Restaurant im Hotel Blume kann glänzen. So gibt es neben den jährlichen Fischwochen auch Spezialitäten aus dem Schwarzwald und dem Kinzigtal. Wenn Sie neugierig auf badische Hausmannskost sind, oder auch extravagantes Essen lieben, dann sind Sie im Restaurant zur Blume richtig aufgehoben.

Silberbergwerk Schnellingen

In der Grube Segen Gottes wurde über 800 Jahre mühevoll Bergbau betrieben. Zur damaligen Zeit gab es einen regelrechten Silberrausch im Kinzigtal und so baute man auch in Schnellingen das Edelmetall ab. Selbst im Badnerlied kommt das Silberbergwerk Haslach-Schnellingen vor. “In Haslach gräbt man Silbererz, bei Freiburg wächst der Wein, im Schwarzwald schöne Mädchen, ein Badner möcht’ ich sein.” Ab 1997 wurde das Bergwerg  und die Schächte gesäubert und restauriert, sodass Führungen nun möglich sind. Dies ist vor allem Georg Allgayer zu verdanken. Mittlerweile gibt es in der Nähe vom Silbersee auch die Silberstube, die unter der Leitung der Gaststätte zur Blume geführt wird.

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